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Exotische Reiseziele – Singapur
Wer abseits vom Massentourismus und üblichen Urlaubszielen à la Mallorca oder Loret de Mar verreisen will, der sollte Singapur ins Auge fassen. Singapur gilt als sicheres Tor zu Asien, hier vereinen sich verschiedene asiatische Kulturen mit – sogar für westliche Verhältnisse – extremem Sauberkeits- und Sicherheitswahn. Für Asieninteressierte haben wir daher Singapur einmal genauer unter die Lupe genommen und die wichtigsten Fakten zusammengestellt. Britische KolonieIm 3. Jahrhundert wird Singapur erstmals in alten Aufzeichnungen erwähnt, die Stadt dient damals als Handelsposten des Srivijaya Reiches, einem alten sumatrischen Reich, das in der Zeit vom 7. bis 13. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. Ursprünglich hieß Singapur “Temasek” und war kurzfristig eine der bedeutensten Handelsmetropolen des damaligen Reiches. Im Laufe der Zeit verlor die Stadt immer mehr an Bedeutung und die ehemaligen Bewohner emigrierten zum Großteil. Als der Brite Sir Thomas Raffles im Jahr 1819 eine Niederlassung der Ostindischen Handelskompanie in Singapur gründete, wohnten gerade einmal 20 malaiische Familien dort, ansonsten war das damalige Dorf ein beliebtes Piratenversteck. 1824 kaufte die Handelskompanie dem Sultan von Johor, dem die ganze Insel gehörte, diese für eine Summe von 60.000 Dollar und einer jährlichen Rente von 24.000 Dollar ab. Die Insel gehörte danach zu den sogenannten Straits Settlements und war damit Teil des britischen Empire. Die Briten brachen wirtschaftlichen Aufschwung und westliche Lebensart in das ehemals verschlafene Fischerdorf, im Jahr 1881 zählte Singapur schon 172.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde Singapur von der japanischen Armee eingenommen, die britischen Soldaten waren auf den Überraschungsangriff nicht gefasst und verloren trotz zahlenmäßiger Überlegenheit. Nach der japanischen Kapitulation im September 1945 kam Singapur wieder unter britische Kontrolle. Im Jahr 1962 stimmte die Mehrheit der Einwohner in einem Referendum für die Unabhängigkeit, ein Jahr später wurde Singapur unabhängig. Unabhängigkeit im Jahr 1963Seit damals ist Singapur ein offiziell demokratischer Staat nach britischem Vorbild, zumindest was das Parlament und das Parteiensystem anbelangt. Dass Singapur jedoch keine Demokratie im westlichen Sinne ist, zeigt sich in der Tatsache, das die Peoples Action Party seit 1963 ununterbrochen an der Macht ist. Zwar gibt es Oppositionsparteien, doch diese werden von der Regierung stark kontrolliert oder von der Regierungspartei mit zivilrechtlichen Klagen unter Druck gesetzt. Die Medien im Land unterwerfen sich einer strengen Selbstzensur, um die Regierung nicht zu verärgern, Satellitenschüsseln sind für Normalbürger verboten – stattdessen gibt es Kabelanschlüsse, die nur ausgewählte Sender übertragen. In Singapur herrschen teils auch sehr skurrile Gesetze – Homosexualität steht beispielsweise genauso unter Strafe wie das Ausspucken eines Kaugummis, das Wegwerfen einer Zigarette oder der Verkauf der Cosmopolitan oder des Playboy. Wenn mehr als drei Personen über Politik oder innere Staatsangelegenheiten diskutieren wollen, so brauchen sie dafür eine staatliche Lizenz. Wer gegen die strengen Gesetze verstößt, kann mit langen Gefängnisstrafen, Rohrstockschlägen auf das entblößte Gesäß oder gar der Todesstraße rechnen. Auch der Verkauf ausländischer Marken wie Nike, Sir Benni Miles oder Adidas war bis vor 20 Jahren staatlich reglementiert. Wer sich jedoch von den strengen Gesetzen und Gepflogenheiten des Landes nicht einschüchtern lässt, der sollte unbedingt Singapur besuchen. Das Land ist ein Schmelztiegel zwischen chinesischer, indischer, malaiischer, britischer und arabischer Kultur, die Städte sind sauber und sicher und für westliche Touristen voll mit asiatischen Eindrücken und Sehenswürdigkeiten. Hinterlasse einen Kommentar
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